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Pressemitteilungen der Deutschen Homöopathie-Union (DHU)
Karlsruhe, 06. Juli 2007

Studie belegt Wirksamkeit der Homöopathie
bei akuter Entzündung der Nasennebenhöhlen

 

Eine aktuelle Studie belegt die hohe Wirksamkeit eines homöopathischen Kombinationsarzneimittels bei der Behandlung einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung. Die doppelblinde, placebo-kontrollierte Studie wurde von Dr. Karl-Heinz Friese (niedergelassener Facharzt für HNO-Erkrankungen, Weil der Stadt) und Prof. Dr. D. I. Zabolotnyi (Chefarzt und Direktor des HNO-Instituts der Wissenschaftsakademie, Kiew) durchgeführt.

An der Untersuchung, die sich über den Zeitraum April 2001 bis Mai 2002 erstreckte, beteiligten sich insgesamt 144 Patienten im Alter von 18 bis 65 Jahren. Ziel war, Wirksamkeit und Verträglichkeit des homöopathischen Komplexmittels Cinnabaris Pentarkan®H bei einer akuten Entzündung der Nasennebenhöhlen zu untersuchen.

Beschwerdebild
Jeder, der bereits einmal entzündete Nasennebenhöhlen hatte, kennt die Beschwerden, die im gesamten Kiefer- oder Stirnbereich auftreten können: Dumpfe Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, tränende Augen, Schnupfen mit erschwerter Nasenatmung sowie Druckgefühle im Stirn- oder Wangenbereich sind typische Symptome, die das Allgemeinbefinden beeinträchtigen. Da die Schleimhäute von Nase und Nebenhöhlen eine Einheit bilden, kommt es bei jeder Entzündungen der Nasenschleimhaut (Rhinitis) zu einem gewissen Grad auch zur Entzündung der Nebenhöhlen (Sinusitis), so dass man korrekterweise von Rhinosinusitis spricht, so die Mediziner Friese und Zabolotnyi.

Die Rhinosinusitis gehört zu den häufigsten Erkrankungen der oberen Atemwege. Schulmedizinisch wird sie mit abschwellenden Nasentropfen und schleimlösenden Medikamenten behandelt, in schweren Fällen auch mit Antibiotika. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist umstritten. Gerade den Schleimlösern wird in Studien immer wieder die Wirksamkeit abgesprochen, während Antibiotika zwar meist wirksam sind, aber oft unnötig verschrieben werden. Sie sollten nur in schweren Fällen einer bakteriellen Rhinosinusitis verordnet werden, da die zunehmenden Reistenzentwicklungen ein immer größeres Problem darstellen. Homöopathische Arzneimittel sind eine gute Alternative, da sie die Selbstheilungskräfte des Körpers mobilisieren. Eine positive Wirkung verschiedener Homöopathika auf Erkrankungen der oberen Atemwege wurde schon mehrfach anhand von Studien nachgewiesen.

Zusammensetzung von Cinnabaris Pentarkan®H*
Das Arzneimittel Cinnabaris Pentarkan®H*, dessen Wirksamkeit und Verträglichkeit von Friese und Zabolotnyi getestet wurde, enthält die Wirkstoffe Cinnabaris Trit. D3, Hydrastis Trit. D3, Kalium bichromicum Trit. D3 sowie Echinacea Trit. D1. Cinnabaris (Zinnober) regt den Sekretfluss an und unterstützt die Ausheilung der entzündeten Schleimhäute. Hydrastis (kanadische Gelbwurz) wird bei jenen Erkrankungen der Schleimhäute eingesetzt, die einen gelblich-schleimigen Sekretfluss aufweisen. Kalium bichromicum (Kaliumdichromat) lindert die Beschwerden bei Entzündungen der oberen Atemwege, die von Niesreiz sowie wässriger, gelb-zäher Sekretabsonderung begleitet werden. Echinacea (Sonnenhut) wird in der Homöopathie häufig bei bakteriellen Infektionen angewandt und hat sich auch bei chronischen Verläufen bewährt.

Einzelheiten zur Durchführung der Studie
Die 144 Patienten, die unter Schnupfen und entzündeten Nasennebenhöhlen litten, nahmen entweder stündlich je eine Tablette Cinnabaris Pentarkan®H* oder ein Placebo (Arzneimittel ohne Wirkstoff) ein. Die Zuteilung zum jeweiligen Medikament erfolgte doppelblind, d. h. dass sowohl die Patienten als auch die Ärzte nicht wussten, welches Medikament ein Patient bekam. Die Höchstdosis pro Tag betrug zwölf Tabletten. Als Erhaltungsdosis bekamen die Patienten dreimal täglich je zwei Tabletten. Nach 7, 14 und 21 Tagen wurden fünf für das Krankheitsbild typische Einzelsymptome jeweils mit den Punkten von 0 ("nicht vorhanden") bis 4 ("sehr stark ausgeprägt") bewertet. Die Wirkung der Therapie wurde über einen Summenscore der Symptome erfasst, sowie über die Veränderung der Einzelsymptome (z.B. Kopfschmerz, Behinderung der Nasenatmung etc.), die Dauer bis zum Wirkungseintritt, und die Verträglichkeit. Als unterstützende Maßnahmen konnten die Patienten 3-mal täglich inhalieren, über 38,5 Grad Fieber war zudem die Einnahme von 500mg Paracetamol erlaubt. Zu Beginn der Studie ermittelten die Mediziner als Entzündungsparameter die Leukozytenzahl sowie die Blutkörpersenkungsgeschwindigkeit (BSG).

Ergebnis
Die Behandlung mit Cinnabaris Pentarkan®H* führte nach 7 Tagen bei 90,3 Prozent der Patienten zu einer vollständigen Beschwerdefreiheit, bei weiteren 8,3 Prozent zu einer meist deutlichen Besserung. In der Placebogruppe waren die Beschwerden in dieser Zeit bei 88,9 Prozent der Personen hingegen unverändert geblieben oder hatten sich sogar verschlechtert.

In der Gruppe der Patienten, die das Homöopathikum einnahmen, sank der durchschnittliche Summenwert von 12,1 ± 1,6 auf 5,9 ± 2,0 Punkte nach insgesamt 7 Tagen. In der Placebogruppe verringerte sich dieser nur geringfügig: von 11,7 ± 1,6 auf 11,0 ± 2,9 Punkte. Von den 72 Patienten in der Placebogruppe beendeten 54 Teilnehmer die Behandlung schon nach 7 Tagen, weitere 9 nach 14 Tagen, da die Beschwerden sich nicht besserten. In der Homöopathie-Gruppe entschloss sich lediglich eine Person dazu, die Therapie abzubrechen. In der Placebogruppe wandten die Teilnehmer etwas häufiger unterstützende Maßnahmen zur Linderungen ihrer Beschwerden an.

Die Verträglichkeit von Cinnabaris Pentarkan®H* wurde von 100% der Patienten der Homöopathiegruppe als "gut" oder "sehr gut" bezeichnet. Nur bei einem Patienten wurden unerwünschte Symptome beobachtet.

Fazit der Autoren:
"In der vorliegenden placebokontrollierten randomisierten Studie zeigt sich, dass ein homöopathisches Kombinationspräparat eine effektive und risikoarme Behandlung der akuten Rhinosinusitis ermöglicht."

Quelle und weitere Informationen:
Originalstudie in: HNO Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chrirurgie, Springer Medizin Verlag 55,4/2007, S. 271-277 » Link

Artikel in Ärzte Zeitung vom 18. Juni 2007 "Studie: Komplexmittel lindert Rhinosinusitis" » Link

* neuer Handelsname ab April 2011: Cinnabsin®

Weitere Informationen:
Deutsche Homöopathie-Union (DHU)
Ottostraße 24
76227 Karlsruhe
Tel. 0721-4093-225
Fax 0721-4093-8225
Service-Telefon 0721-4093-181

Dr. Wolfgang Kern

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