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Pressemitteilungen der Deutschen Homöopathie-Union (DHU)

Karlsruhe, 19. August 2009

Allensbach-Studie belegt: Bevölkerung vertraut Homöopathie

Homöopathische Arzneimittel sind fast allen Deutschen ein Begriff, sie werden von mehr als der Hälfte der Bundesbürger genutzt und geschätzt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung durch das Institut für Demoskopie Allensbach. Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V. (B.A.H.), zu dessen Mitgliedern auch die Deutsche Homöopathie-Union zählt, hatte die Studie in Auftrag gegeben.
 
Fast die gesamte Bevölkerung in Deutschland kennt heute den Begriff „homöopathische Arzneimittel“ (92 Prozent). Vor rund 35 Jahren, 1975, hatten erst 76 Prozent der westdeutschen Bevölkerung schon von homöopathischen Heilmitteln gehört. Auch das Wissen um die Besonderheiten homöopathischer Präparate hat in Deutschland langfristig zugenommen. Heute charakterisiert rund jeder sechste Bürger homöopathische Arzneien spontan, ohne dass ihm dazu Vorgaben gemacht werden, über das Verdünnungs- oder das Ähnlichkeitsprinzip.
 
Stärker noch als die Bekanntheit ist der Verwenderkreis in den letzten 40 Jahren gewachsen. Hatte 1970 erst knapp jeder vierte Westdeutsche schon einmal homöopathische Mittel genommen, sind es heute mit 57 Prozent deutlich mehr als doppelt so viele. Auch in Gesamtdeutschland verwendet heute die Mehrheit der Bevölkerung homöopathische Arzneimittel (53 Prozent), in überdurchschnittlichem Anteil Frauen (64 Prozent). Insgesamt ein Viertel der Bevölkerung sind überzeugte Verwender homöopathischer Arzneimittel, d.h. sie nutzen homöopathische Präparate und sind ohne Einschränkung von deren Wirksamkeit überzeugt (25 Prozent). Weitere 26 Prozent nutzen diese Medikamente, enthalten sich aber eines eindeutigen Wirksamkeitsurteils. Dagegen halten lediglich 2 Prozent der Bevölkerung homöopathische Mittel trotz eigener Erfahrungen für unwirksam.
 

Die überwiegende Mehrheit der bisherigen Nichtverwender kann sich vorstellen, in Zukunft homöopathische Mittel zu nehmen oder schließt das zumindest nicht aus. Unter diesen potentiellen Verwendern, insgesamt ein Drittel der Bevölkerung (33 Prozent), finden sich überdurchschnittlich häufig junge Männer, Personen aus Haushalten mit niedrigem Hauptverdienereinkommen sowie gesetzlich Krankenversicherte. Lediglich 14 Prozent der Bevölkerung lehnen es ab, homöopathische Arzneimittel zu verwenden, ohne über eigene Erfahrungen zu verfügen. 

Der Weg zu homöopathischen Arzneimitteln führt vor allem über persönliche Empfehlungen von guten Bekannten (54 Prozent) oder einem Arzt bzw. Apotheker (37 Prozent bzw. 31 Prozent). Daneben spielen die ausdrückliche Verschreibung durch den Arzt (22 Prozent), aber auch die Medienberichterstattung in Zeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen eine Rolle (21 Prozent) – Informationen aus dem Internet allerdings kaum (4 Prozent).

Die Nutzer homöopathischer Mittel berichten von der erfolgreichen Anwendung vor allem bei Erkältungen und grippalen Infekten (60 Prozent). Daneben werden homöopathische Arzneien von vielen auch erfolgreich gegen ein breites Spektrum verschiedener Krankheitsbilder eingesetzt: von Magen- und Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit über Nervosität, Hautkrankheiten und Kreislaufstörungen bis hin zu Bronchitis, der Unterstützung bei der Genesung von Krankheiten und der Behandlung von Sportverletzungen. Zwei Drittel der Bevölkerung bescheinigen homöopathischen Arzneimitteln, kaum Nebenwirkungen zu haben (65 Prozent), gut die Hälfte hält sie ausdrücklich für gut verträglich (52 Prozent). Unerwünschte Kombinationseffekte bei der Einnahme zusammen mit anderen Medikamenten werden kaum befürchtet (10 Prozent) und nur eine Minderheit erachtet eine Verschreibung durch den Arzt oder Heilpraktiker für notwendig (26 Prozent).
 

Weitere Informationen:
Deutsche Homöopathie-Union (DHU)
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Dr. Wolfgang Kern

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