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Kann die Homöopathie Impfungen ersetzen?

 

Impfungen - sie begegnen uns in den verschiedenen Lebensphasen immer wieder.

Schon im frühen Kindesalter wird eine Grundimmunisierung gegen verschiedene Krankheiten empfohlen. Später folgen dann die Auffrischimpfungen, die auch bei Erwachsenen regelmäßig wiederholt werden sollen. Nicht zu vergessen, die empfohlenen Impfungen für Fernreisende. 

Die Diskussionen vor allem unter Eltern nehmen immer mehr zu. Wie auch die Anzahl der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin empfohlenen Schutzimpfungen immer größer wird. Es gibt inzwischen sehr viel Literatur, um sich über das Pro und Kontra von Impfungen zu informieren. Es gibt wohl eben soviele Impfgegner wie Impfbefürworter, und es ist sehr schwierig, sich objektiv zu informieren.

Häufig fällt in Verbindung mit der Impfdiskussion auch die Aussage "das Geschäft mit der Angst". Da wird einerseits das Nichtimpfen als "Verletzung elterlicher Sorgepflicht" oder gar im Erkrankungsfalle als "fahrlässige Körperverletzung" bezeichnet und andererseits wird von den "katastrophalen Nebenwirkungen" und von "Impfschäden" gesprochen, die häufiger sein sollen, als öffentlich bekanntgegeben.

Fest steht, Impfungen sind sicher oft nötig und jeder muß letztlich für sich selbst entscheiden welche Impfungen er für sich bzw. seine Kinder als notwendig oder sinnvoll ansieht. 

Immer wieder wird von der Möglichkeit einer "homöopathischen Impfung" gesprochen bzw. davon, Impfungen durch homöopathische Arzneimittel zu ersetzen. Wie im folgenden ersichtlich, widerlegt das Prinzip der Homöopathie eine solche Aussage! 

Ein direkter Ersatz einer Impfung durch homöopathische Arzneimittel ist nicht möglich!

Impfreaktionen können hingegen sehr gut homöopathisch behandelt werden.

 

Was sind Impfreaktionen?

Ein wirklich gesunder und reaktionsfähiger Körper bewältigt eine Impfung meist ohne wesentliche Symptome. Sollte dies nicht der Fall sein, kann es zu einer Impfreaktion kommen.

Impfreaktionen können sich wie folgt zeigen:

  • Örtliche Reaktion/Entzündung der Impfstelle: blasse Schwellung, Hitze, stechende Schmerz oder hochrote Schwellung mit pochenden oder brennenden Schmerzen, Bläschenbildung.
  • Abszessbildung oder Eiterung an der Impfstelle. 
  • Verschiedenste Hautausschläge mit intensivem Juckreiz, Haut trocken und schuppig, sowie Ausschläge, fleckig oder mit Bläschen, juckend, brennend, Unruhezustände.
  • Hohes Fieber, Unruhe trockene Haut, großer Durst.
  • Als Spätreaktion: Infektanfälligkeit, vor allem chronische Mittelohrentzündungen.

In jedem Fall sollte man sich bei o.g. Symptomen mit dem behandelnden Arzt in Verbindung setzen.

 
Worin besteht der wesentliche Unterschied zwischen Impfungen und einer homöopathischen Behandlung?

 

Impfungen Homöopathie
Ein Impfstoff wird als Substanz (also im homöopathischen Sinne immer unverdünnt) verabreicht. Diese Substanz kann abgeschwächt oder verlängert sein (wie z.B. bei Diphterie- und Tetanusimpfung das Gift der Bakterien). Ziel ist es, im Körper eine "Kunstkrankheit" auszulösen, die dann eine Immunantwort hervorruft.   Hahnemann erkannte bei den von ihm durchgeführten Arzneimittelprüfungen schnell, dass häufig eine starke Giftwirkung zu beobachten war, wenn er die Substanz rein verabreichte. Daher begann er seine Arzneien zu verdünnen, um so nur die heilende Wirkung - ohne die Giftigkeit - zu haben. Dabei kam er bis zu seinem Lebensende nicht an eine Grenze, an der die Verdünnung so groß war, dass keine Heilwirkung mehr zu beobachten war!

 
Im Falle einer Impfung bekommt jeder die gleiche Spritze mit dem gleichen Inhalt - es wird kein individueller Unterschied gemacht. Außerdem ist es ja gerade der Sinn einer Impfung, vor dem Auftreten von Symptomen - also vor der Erkrankung - verabreicht zu werden. Ziel ist es, auf diese Art und Weise eine künstliche Krankheit auszulösen, die einerseits zu schwach ist, um schwere Krankheitssymptome zu erzeugen, aber andererseits stark genug, um das Immunsystem zu einer Abwehrleistung anzuregen. Das heißt, dass vorbeugend Antikörper produziert werden.   Eine klassische homöopathische Behandlung erfolgt aufgrund der an einem Kranken genau und gewissenhaft erhobenen Symptome (und kann daher gar nicht vorbeugend gegeben werden). Erfasst und behandelt wird der Mensch in seiner Ganzheit mit den ihm eigenen Symptomen und nicht nur seine Krankheit. Es wird dann dem Ähnlichkeitsgesetz entsprechend eine individuelle Arznei verabreicht. Diese arzneiliche Information soll im Körper eine Reaktion auslösen, die ihn dann zur Reorganisation - zum Gesunden - anregt.
 

 

Häufig wird empfohlen eine Impfung durch die Einnahme einer "entsprechenden" Nosode (=Zubereitungen aus Krankheitsprodukten von Mensch oder Tier, aus Krankheitserregern oder deren Stoffwechselprodukten oder aus Zersetzungsprodukten tierischer Organe) zu ersetzen: wie z.B. anstelle der Diphtherie-Impfung die Diphtherinum Nosode einzunehmen. Dies ist jedoch aus den in der Tabelle genannten Gründen nicht möglich. Die Einnahme von Nosoden stellt keine wirksame Impfung dar!

 
     
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