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Die Herstellung homöopathischer Arzneimittel

An unsere homöopathischen Arzneimittel stellen wir hohe Qualitätsansprüche - gleichgültig, ob sie aus pflanzlichen, tierischen, organischen oder anorganischen Substanzen gewonnen werden.

Die meisten Arzneipflanzen, die wir verarbeiten, werden in hauseigenen Kulturen - unter biologisch optimalen Bedingungen angebaut.

In Staffort bei Karlsruhe: im Freiland oder im Gewächshaus. Hier wachsen mehrere hundert Arten aus allen Teilen der Erde.

Die Ökologie liegt uns am Herzen
Durch den Verzicht jeglicher Art von chemischen Düngemitteln, Insektiziden, Pestiziden und Herbiziden gedeihen unsere Arzneipflanzen in einem ökologischen System der Selbstregulation. Auf das Zertifikat für den ökologischen Landbau sind wir stolz und unterziehen uns einer regelmäßigen Kontrolle durch externe Sachverständige auf diesem Gebiet.

Die Herstellung qualitativ hochwertiger homöopathischer Arzneimittel beginnt in unserem Hause bereits bei der Gewinnung und Auswahl der Ausgangsstoffe. Diesen Qualitätsanspruch stellen wir natürlich auch an solche Ausgangsstoffe, die wir nicht selbst anbauen oder erzeugen können.

Vor jeder Verarbeitung prüfen wir diese in einem chemisch-physikalischen Analyseverfahren auf Identität und Reinheit. Und auch während der Herstellung werden die Verarbeitungsschritte durch eine umfassende und strenge Inprocess-Kontrolle überwacht - so wie es die GMP-Richtlinien (Good Manufacturing Practices) vorschreiben.
Feste und flüssige Substanzen
Auch bei den eigentlichen, für die Homöopathie charakteristischen Vorgängen während der Produktion halten wir uns streng an die Vorschriften des Homöopathischen Arzneibuches (HAB). Abhängig von der Löslichkeit der jeweiligen Ausgangssubstanz dienen die Urtinktur oder die Verreibung (Trituration) als Basis für die Herstellung homöopathischer Arzneimittel.
  • Bei festen und unlöslichen Substanzen werden zunächst Verreibungen (Triturationen) hergestellt. Sie werden mit Milchzucker (Lactose) verrieben.
  • Aus löslichen Materialien gewinnen wir zunächst die Urtinkturen. Diese werden anschließend schrittweise mit einem Ethanol-Wasser-Gemisch verdünnt.
Das Potenzierungsprinzip
Am Beispiel des Arzneimittels Chamomilla D6 (Kamille) wird das homöopathische Potenzierungsprinzip von D-Potenzen (=Dezimalpotenzen) verständlich.

Zur Herstellung der Potenz D6 nimmt man 1 Teil Chamomilla D5 und gibt 9 Teile eines Ethanol-Wasser-Gemisches hinzu. Anschließend wird die gesamte Flüssigkeitsmenge in einem Glasbehälter 10mal verschüttelt. Auf diese Weise erhalten wir das Arzneimittel: Chamomilla D6.

Diese Potenz dient wiederum als Ausgangsbasis für die D7. Man nimmt 1 Teil Chamomilla D6 und 9 Teile eines Ethanol-Wassergemisches und verschüttelt beides wiederum 10mal. Das Ergebnis ist Chamomilla D7.

Bei der Wiederholung dieses Vorganges erhalten wir Chamomilla D8, D9 und so weiter.

Wir potenzieren homöopathische Mittel in folgenden drei Verdünnungsverhältnissen:
  • D-Potenzen im Verhältnis 1: 10,
  • C-Potenzen im Verhältnis 1: 100 und
  • LM (=Q)-Potenzen im Verhältnis 1:50.000

Handarbeit nach Vorschrift

Jeder Verschüttelungsschritt wird in unserem Hause von Hand ausgeführt - getreu den Originalvorschriften Dr. Samuel Hahnemanns und der Tradition unseres Unternehmensgründers Dr. Willmar Schwabe.

 
Bei jedem Potenzierungsschritt wird dabei ein neues Gefäß verwendet; dies schreibt das Homöopathische Arzneibuch (HAB) verbindlich vor (Mehrglas-Methode).

Ob in Form von Dilutionen, Globuli, Tabletten, Salben oder Ampullen - keines unserer homöopathischen Arzneimittel verlässt unser Unternehmen, ohne dass es während der Produktion und nach der Fertigstellung auf seine Qualität geprüft wurde.
 
 
 
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