Um Tierbesitzern bei der Auswahl der inzwischen immer größer werdenden Anzahl an Büchern zu den Themen Homöopathie und Dr. Schüßler Salze für Tiere zu helfen, prüfen wir neu erschienene Bücher nach strengen Kriterien. Ist das Buch fachlich einwandfrei? Werden die Grenzen der Homöopathie berücksichtigt? Welches Hintergrundwissen hat der Autor? Ist der Inhalt für die Zielgruppe verständlich?
Im Falle des Buches "Homöopathie für Hunde" kamen wir zu einem sehr positiven Ergebnis. Die in dem Buch genannten Therapievorschläge zur Selbstbehandlung sind durchgehend seriös und fundiert. Auch die in der Homöopathie typische individuelle Auswahl eines Arzneimittels wurde berücksichtigt. Des Weiteren findet man Tipps und Ratschläge zur Ernährung, Haltung und Gesundheitsvorsorge. Ein ausführliches Inhaltsverzeichnis und Register erleichtert das schnelle Auffinden des gesuchten Themas.
Besonders beeindruckte uns auch die Autorin Dr. Elke Fischer. Die Tierärztin mit eigener Kleintierpraxis im nordrhein-westfälischen Lotte verfügt über jahrelange Erfahrungen und eine Zusatzausbildung im Bereich Homöopathie. Sie ist Mitglied in namhaften tierärztlichen Verbänden und auch als Dozentin im Rahmen tierärztlicher Fortbildungen tätig. Ihr Wissen publiziert sie außerdem regelmäßig in Fachzeitschriften.
Von dem Erfahrungs- und Wissensschatz der Autorin waren wir so sehr angetan, dass wir mit ihr Kontakt aufnahmen. Auch nutzten wir den Anlass, um für unseren Tier-Newsletter folgendes Kurzinterview mit ihr zu führen.
Tierredaktion: Wann haben Sie begonnen, sich mit der Homöopathie auseinander zu setzen?
Dr. Fischer: Ich bin quasi mit der Homöopathie aufgewachsen. In unserer Familie wurden schon immer vorrangig Naturheilmittel eingesetzt. Deshalb war die Homöopathie für mich nie etwas Ungewöhnliches. Während meiner Assistenzzeit lernte ich dann die homöopathische Behandlung von Tieren kennen und besuchte regelmäßig Fachvorträge zu diesem Thema. Seit 1991 wende ich die Homöopathie nun regelmäßig in meiner eigenen Praxis an.
Tierredaktion: Man kann also behaupten, dass aus Ihren jahrelangen Erfahrungen dieses Buch entstanden ist?
Dr. Fischer: Natürlich sind hier alle meine Erfahrungen eingeflossen. Nach meiner Meinung gehört zu einem qualitativ guten Buch aber auch dazu, dass die getätigten Aussagen von derzeit aktuellem wissenschaftlichen Erkenntnismaterial gestützt werden. Dies trifft selbstverständlich nicht nur auf die Therapievorschläge, sondern auch meine Aussagen zur Ernährung, Haltung und Gesundheitsvorsorge zu.
Tierredaktion: Was sollte man berücksichtigen, wenn man seinen Hund homöopathisch behandeln möchte?
Dr. Fischer: Die Homöopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode und erfordert vom Tierbesitzer eine guteBeobachtungsgabe, um dadurch die richtige Arznei auswählen zu können. In meinem Buch habe ich deshalb auch immer mehrere Mittel mit ausführlichen Symptombeschreibungen aufgeführt, damit der aufmerksame Tierbesitzer das richtige Mittel auswählen kann. Wie bei allen Therapieverfahren sollte jedoch im Zweifelsfall oder bei bestimmten Erkrankungen wie z. B. Herz- und Kreislauferkrankungen oder Diabetes ein Tierarzt aufgesucht werden.
Tierredaktion: Welche homöopathischen Mittel sollte ein Hundebesitzer immer im Haus haben?
Dr. Fischer: Wichtige Mittel sind z. B. Arnica, Nux vomica und Rhus toxicodendron. Ich empfehle aber grundsätzlich, eine Hausapotheke individuell zusammenzustellen, da man dabei vor allem rassespezifische Faktoren berücksichtigen sollte. So haben z. B. Rassen mit Steh-Kippohren häufiger Ohrenentzündungen als andere Rassen. Auch regionale Besonderheiten, wie dass in bestimmten Regionen z. B. häufiger Bissverletzungen durch Stechmücken oder Bienen auftreten, sollte man bei der Zusammenstellung einer Hausapotheke berücksichtigen.
Tierredaktion: Vielen Dank für das Gespräch.
Jetzt haben wir auch Ihr Interesse geweckt?
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