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Homöopathische Behandlung von Reptilien

 
   
     
 

BartagameAuch bei Reptilien gibt es eine Reihe an Erkrankungen und Beschwerden, die man homöopathisch erfolgreich behandeln oder unterstützend therapieren kann. Grundvoraussetzung hierfür ist jedoch eine fachmännische Diagnose, da ca. 90% aller Reptilienerkrankungen durch Haltungsfehler entstehen. Des Weiteren muss auch bei einer homöopathischen Behandlung zwischen tag- oder nachtaktiven Tieren unterschieden werden.

 
 

Bei Reptilien vorkommende Erkrankungen, die man mit homöopathischen Mitteln behandeln bzw. positiv unterstützen kann:

Knochenbrüche, Bissverletzungen, Prellungen, Verbrennungen, sonstige Verletzungen, Vergiftungen, Augenentzündung, Maulfäule, Ohrabszess, sonstige Abszesse, Lungenentzündung, Gastritis, Durchfall, Geburtshilfe/Legenot, Penisvorfall, Rachitis/Stoffwechselstörungen, Gicht, Unterstützung des Immunsystems, Verstopfung, Häutungsproblemen, Lähmungen, Leber- und Nierenproblemen.

 
 

Leider dürfen wir zu den o. g. Erkrankungen aus rechtlichen Gründen keine Behandlungsempfehlung abgeben. Für die Auswahl der geeigneten Arzneimittel gelten jedoch die gleichen Kriterien wie für andere Tierarten und uns Menschen. Hierbei kann Sie ein homöopathisch versierter Tierarzt, Tierheilpraktiker oder eine homöopathiekundige Apotheke unterstützen.

Wahl der Darreichungsform und Potenz

Es können Globuli, Dilutionen oder Tabletten angewendet werden. Manche Tiere rühren keine alkoholischen Lösungen an oder vertragen keinen Milchzucker. Wenn man dies nicht riskieren möchte, sollte man gleich zu Globuli greifen, da die Streukügelchen keinen Alkohol und keinen Milchzucker enthalten.
 
     
 

Globuli:

1 Kügelchen in 10 ml (= ca. 2 Esslöffel) Wasser geben.
Die Verdünnung muss jeden Tag frisch angesetzt werden.

Dilutionen:

1 Tropfen Dilution in 10 ml (= ca. 2 Esslöffel) Wasser geben.
Die Verdünnung muss jeden Tag neu angesetzt werden.

Tabletten:

Zu Pulver zu verarbeiten.
Der gerade benötigte Teil ist mit etwas Wasser zu vermischen und als Paste (alternativ mit noch mehr Wasser in Form einer Aufschwemmung) zu geben.

 
     
 

Man sollte Potenzen wählen, die einmal täglich verabreicht werden können, meist eine D12. Bei tagaktiven Tieren könnte man die Arzneimittel zwar etwas öfters eingeben, da es sich jedoch um Wildtiere handelt, ist für die meisten Reptilien häufiges Handling purer Stress, der wiederum die Heilung in Frage stellt oder verhindert.


Dosierung der Homöopathika

Die Dosis ist abhängig von der Tiergröße. Große ausgewachsene Tiere wie Warane oder Riesenschlangen erhalten dieselben Dosierungen wie Hunde und Katzen (5 Globuli, 5 Tropfen, 1 Tablette).

Da sich die Gewichte ansonsten zwischen wenigen Gramm und mehreren Kilo bewegen, gibt man anteilige Mengen.

Beispiel: eine Bartagame mit ca. 300 g Körpergewicht erhält 3 Globuli, 3 Tropfen verdünnte Dilution oder eine Messerspitze einer zerstoßenen Tablette.


Anwendung und Verabreichung der Homöopathika

Da Reptilien wechselwarm sind, ist dies bei der Anwendung der Homöopathika zu berücksichtigen. Die Medikamente sollen während des Aktivitätsmaximums gegeben werden. Dies bedeutet bei nachtaktiven Tieren am besten abends, bei tagaktiven morgens.

Bei zahmen und nicht sehr wehrhaften Tieren kann man die Arznei direkt ins Maul geben. Verdünnungen von Dilutionen können auch über ein Nasenloch verabreicht  werden. Tieren, die täglich fressen, kann man das Mittel auch auf ein Futtertier oder auf ein Salatblatt geben und einreiben. Bei Zwangsfütterung kann die Arznei mit diesem Futter verabreicht werden.

 
     
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