Man sollte Potenzen wählen, die einmal täglich verabreicht werden können, meist eine D12. Bei tagaktiven Tieren könnte man die Arzneimittel zwar etwas öfters eingeben, da es sich jedoch um Wildtiere handelt, ist für die meisten Reptilien häufiges Handling purer Stress, der wiederum die Heilung in Frage stellt oder verhindert.
Dosierung der Homöopathika
Die Dosis ist abhängig von der Tiergröße. Große ausgewachsene Tiere wie Warane oder Riesenschlangen erhalten dieselben Dosierungen wie Hunde und Katzen (5 Globuli, 5 Tropfen, 1 Tablette).
Da sich die Gewichte ansonsten zwischen wenigen Gramm und mehreren Kilo bewegen, gibt man anteilige Mengen.
Beispiel: eine Bartagame mit ca. 300 g Körpergewicht erhält 3 Globuli, 3 Tropfen verdünnte Dilution oder eine Messerspitze einer zerstoßenen Tablette.
Anwendung und Verabreichung der Homöopathika
Da Reptilien wechselwarm sind, ist dies bei der Anwendung der Homöopathika zu berücksichtigen. Die Medikamente sollen während des Aktivitätsmaximums gegeben werden. Dies bedeutet bei nachtaktiven Tieren am besten abends, bei tagaktiven morgens.
Bei zahmen und nicht sehr wehrhaften Tieren kann man die Arznei direkt ins Maul geben. Verdünnungen von Dilutionen können auch über ein Nasenloch verabreicht werden. Tieren, die täglich fressen, kann man das Mittel auch auf ein Futtertier oder auf ein Salatblatt geben und einreiben. Bei Zwangsfütterung kann die Arznei mit diesem Futter verabreicht werden. |