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Vogelfütterung im Winter

 
   
     
 

VogelhausVogelfütterung in der kalten Jahreszeit? Richtig oder falsch? Diese Frage sorgt immer wieder für Diskussionen und Unsicherheiten. Die Einen behaupten, dass die Vogelfütterung ein Eingriff in die Natur darstellt, die Anderen meinen, dass Vögel im Winter auf das Zufüttern dringend angewiesen sind.

Natürlich ist die Behauptung, dass die Vogelfütterung ein Eingriff in die Natur ist, richtig. Auf der anderen Seite hat der Mensch bereits an anderer Stelle massiv in die Natur eingegriffen, so dass viele unserer heimischen Vogelarten gerade im Winter Probleme haben geeignetes Futter zu finden. Durch den Einsatz von Herbiziden werden die natürlichen Nahrungsquellen der Vögel wie bestimmte Ackerwildpflanzen vernichtet. Auch der in der Landwirtschaft stark verbreitete Anbau von Monokulturen wirkt sich negativ auf das Nahrungsangebot der Vögel aus, da dadurch die natürliche Artenvielfalt nicht mehr gewährleistet ist.

Eine Vogelfütterung im Winter ist aufgrund dieser Tatsachen demnach sinnvoll, da Vögel gerade bei Minusgraden einen großen Energiebedarf haben, um die eigene Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Auch das Max-Planck-Institut für Ornithologie und englische ornithologische Gesellschaften haben inzwischen die gegen die Vogelfütterung vorgebrachten Vorbehalte wissenschaftlich widerlegt. Das Max-Planck-Institut und auch die Heinz-Sielmann-Stiftung empfehlen zum Erhalt der Vogelbestände sogar eine Ganzjahresfütterung.

Sollten Sie sich für das Füttern von Vögeln entscheiden, ist es wichtig einige Regeln zu beachten, damit Rotkehlchen, Spatz und Co. gesund und artgerecht gefüttert werden. Tabu sind grundsätzlich alle gewürzten und gesalzenen Nahrungsmittel. Auch Brot sollte nicht gefüttert werden, da es im Vogelmagen aufquillt.

RotkehlchenBei der Auswahl des Futters muss zwischen Körner- und Weichfutterfressern unterschieden werden. Zu den Körnerfressern zählen z. B. Finken, Sperlinge, Ammern und Zeisige. Ihnen sollte man Sonnenblumenkerne und eine Futtermischung bestehend aus Nüssen, Hanf, Hirsen und anderen Sämereien anbieten. Weichfutterfresser wie z. B. Amseln, Meisen, Rotkehlchen, Heckenbraunellen und Zaunkönigen füttert man artgerecht mit Haferflocken, Obst, Rosinen, Kleie und den bewährten Meisenknödeln.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt hat die Vogelfütterung im Winter auch: Der gefiederte Besuch am Vogelhäuschen im Garten ist gerade für Kinder ein Erlebnis und bringt sie so auf diese Weise ideal mit der Natur in Berührung. Unser Tipp: Im Buchhandel gibt es jede Menge Bücher zur Vogelbestimmung, die sich sehr gut als Begleitwerk für die kleine Entdeckungsreise für Groß und Klein eignen!

 

 
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