Bildserie Homöopathie-Herstellung: "Was machen Sie denn da?"

Von A wie Arzneipflanze, über H wie Handverschüttelung bis U wie Urtinktur: Spannende Einblicke, wie die Homöopathika und Schüßler-Salze bei der DHU hergestellt werden.

Teil 1 - Stand: 23.08.2022
Die Frischpflanzenverarbeitung

Was machen Sie denn da?

Nachgefragt bei Cuma Gönülalan, Produktionsmitarbeiter

"Ich bin in der DHU Herstellung für die Verarbeitung der angelieferten Frischpflanzen zuständig. Sobald eine Lieferung von unserem nur wenige Kilometer entfernten Arzneipflanzenanbau Terra Medica ankommt, entladen meine Kollegen und ich die Lieferung. Was ich an meiner Aufgabe besonders liebe? Wenn eine Lieferung mit Heilpflanzen wie Calendula ankommt, duftet mein ganzer Arbeitsbereich nach frischer Pflanze!"

Wie geht es nach dem Abladen der Frischpflanzen weiter?

Schritt 1: Prüfen des Ausgangsmaterials

Zunächst wird der Feuchtegehalt der Pflanzen geprüft, dann beginnt direkt die Verarbeitung. Parallel dazu wird ein Muster des Pflanzenmaterials in der Pharmakognosie und dem Kontrolllabor untersucht: Das stellt sicher, dass alle Anforderungen an die Qualität, die unter anderem im HAB (Homöopathisches Arzneibuch) definiert sind, erfüllt werden.

Schritt 2: Zerkleinern der Frischpflanzen

Als nächstes werden die Pflanzen zu den Schneidemaschinen, den sogenannten „Cuttern“, gebracht. Dort werden sie zur Vorbereitung der weiteren Verarbeitung fein zerkleinert. Frischpflanzen werden bei DHU ausschließlich zu Urtinkturen verarbeitet. Das gewährleistet optimale Qualität, denn so lässt sich genau kontrollieren, dass es keine fremden Bestandteile gibt. Auch Verunreinigungen durch Mikroorganismen können wir minimieren, da die Pflanzen sofort verarbeitet werden.

Schritt 3: Einwiegen von Ethanol und Homogenisieren

Unmittelbar nach dem Zerkleinern wird das Pflanzenmaterial in Fässer eingewogen und Ethanol in der vorgeschriebenen Konzentration zugegeben. Das Wiegesystem gibt die Ethanolmenge dabei unter Berücksichtigung des Feuchtegehalts der Pflanzen vor und kontrolliert, dass die korrekte Menge zugegeben wurde. Der Ansatz wird dann gründlich vermischt, so dass alle Pflanzenteile ausreichend Kontakt zum Ethanol haben (Homogenisierung), und im Anschluss mazeriert.

Schritt 4: Von der Mazeration zur Urtinktur

Während der mindestens 10 Tage dauernden Extraktion gehen die Inhaltsstoffe der Pflanze in die Flüssigkeit über. Danach wird das Pflanzenmaterial abgepresst; die flüssige Phase wird nach einer weiteren Standzeit filtriert. So entsteht die Urtinktur als erste homöopathische Arzneiform. Mit dieser werden in Folgeschritten die verschiedenen Potenzierungsstufen eines homöopathischen Mittels erstellt.

Über die DHU

Die Deutsche Homöopathie-Union DHU-Arzneimittel GmbH & Co. KG, kurz DHU, ist führender Hersteller homöopathischer Einzelmittel und Dr. Schüßler-Salze in Deutschland. Das Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe, gehört zur Dr. Willmar Schwabe Unternehmensgruppe, innerhalb derer es 1961 gegründet wurde. Die DHU stellt ihr umfassendes Sortiment auf Basis der 150-jährigen Expertise der Firmengruppe in der Produktion homöopathischer Arzneimittel her – von homöopathischen Einzelmitteln über Komplexmittel bis hin zu Schüßler-Salzen.

Manufaktur und Innovation

DHU steht für Tradition und Qualität, ebenso wie für Nachhaltigkeit und Innovation. Die aufwendige Potenzierung per Handverschüttelung wird beispielsweise parallel zu modernsten High-Tech-Verfahren fortgeführt. Über eigene Forschung, einen medizinisch-wissenschaftlichen Beratungsservice und Fachkreis-Schulungen fördert die DHU den Wissensaufbau zur Therapieform Homöopathie und setzt sich für ein integriertes, verantwortungsvolles Miteinander von Schul- und Komplementärmedizin ein. 
Mehr unter dhu.de und unter schuessler.dhu.de