Frau liegt mit Hund im Arm auf der Couch

Anwendung und Dosierung von homöopathischen Arzneimitteln bei Haustieren

Sie suchen nach Angaben, wie oft Sie Ihrem Haustier die empfohlenen Arnica-Globuli geben sollen? In vielen Büchern oder Ratgebern zum Thema Homöopathie für Tiere wird das Thema "Anwendung und Dosierung" nur am Rande oder auch gar nicht behandelt. Sucht man im Internet, findet man zur Dosierung sehr unterschiedliche Angaben. Man könnte den Eindruck bekommen, das Thema wäre sehr komplex oder wird als nebensächlich betrachtet.

Es ist von beidem etwas: Die Anwendung von homöopathischen Arzneimitteln bei Tieren ist jedoch nicht so kompliziert, wie es manchmal dargestellt wird. Die Dosierung ist dabei nicht das Entscheidendste.

Welche Rolle spielt die Dosierung in der Homöopathie?

Bei konventionellen Arzneimitteln ist die Dosierung wichtig, weil eine Wirkstoffkonzentration im Körper über einen bestimmten Zeitraum aufgebaut werden muss.  In der Homöopathie besteht keine derartige Dosis-Wirkungs-Beziehung, da homöopathische Arzneimittel im Sinne einer Reiz- und Regulationstherapie eingesetzt werden.

Was ist demnach bei der Dosierung für Bello und Co. zu beachten?

Die Dosierung sollte so gewählt werden, dass ein ausreichender Kontakt des homöopathischen Arzneimittels zu den Schleimhäuten hergestellt wird – dies hat sich bei der Einnahme von homöopathischen Arzneimitteln bewährt.

Die folgende Tabelle bietet einen Anhaltspunkt für die Dosierung bei verschiedenen Tierarten1,2. Die genannten Dosierungen basieren auf Erfahrungen von Therapeuten:

Tabelle für die Dosierung von Tierarzneimittel bei verschiedenen Tierarten

Wie oft und über welchen Zeitraum sind homöopathische Arzneimittel bei Tieren zu verabreichen?

Die Häufigkeit der Arzneigabe richtet sich danach, ob die Erkrankung akut oder chronisch ist und nach der Potenz des Arzneimittels. Prinzipiell gilt, dass die Häufigkeit der Arzneigaben reduziert werden sollte, sobald eine Besserung der Beschwerden eintritt bzw. sollte es bei Beschwerdefreiheit abgesetzt werden.

In der Regel verabreicht man bei1:

Akuten Erkrankungen 2–3 mal täglich.

Subakuten und chronischen Erkrankungen 1-2 mal täglich.

In der Regel werden in der Selbstmedikation tiefe Potenzen (z. B. D6/D12) eingesetzt. Hohe Potenzen (z.B. D30/C30) sollten immer von einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker ausgewählt werden. Auch weil Tiere sich nicht verbal mitteilen können, ist eine vorausgehende Untersuchung durch einen fachkundigen Therapeuten wichtig.

Welche Darreichungsformen sind bei den verschiedenen Tierarten zu empfehlen?

Insbesondere bei Hunden und Katzen hat sich die Darreichungsform Globuli bewährt. Die kleinen Streukügelchen enthalten keinen Alkohol und keine Lactose (Milchzucker).

Wie verabreicht man Globuli und Co. dem tierischen Mitbewohner am besten?

Eine bewährte Anwendungsart ist sicherlich die direkte Gabe auf die Zunge oder in die Lefze. Sollte dies nicht möglich sein, kann das Arzneimittel auch über das Futter oder über ein Leckerli gegeben werden.

Frau streichelt Jagdhund

Haustiere homöopathisch behandeln
So bleiben unsere vierbeinigen Freunde gesund und fit.

1Rakow B. Rakow M. Bewährte Indikationen in der Veterinärmedizin. Stuttgart; Sonntag Verlag, 2000 
2Jaksche A. Vierbeinige Lieblinge in der Apotheke - Stuttgart: DAV, 2017