Ältere Menschen versuchen im Regen nicht nass zu werden

So kommen Sie gesund durch den Herbst und Winter

Wenn die Tage dunkler werden, der Nebel auf den Feldern wabert und ein kühler Wind aufzieht, beginnen wir innerlich zu frösteln. Spätestens ab November fühlen wir uns zudem müde, energielos und manchmal sogar niedergeschlagen. Jetzt beginnt auch die Erkältungszeit, und viele um uns herum schniefen und husten. Wir haben wertvolle Tipps für Sie, damit Sie fit und gesund durch den Herbst und Winter kommen.

Mit Wärme die Abwehrkräfte aktiv halten

Kälte kann das Immunsystem schwächen, und uns anfälliger für Erkältungen machen. Der Wetterumschwung führt zudem oft zu Gelenkbeschwerden und verspannten Muskeln. Forscher vermuten, dass die Kälte den Stoffwechsel und die Durchblutung der Muskulatur beeinflusst. Daher sollten Sie Ihren Körper stets mit ausreichend warmer Kleidung, Schal, Mütze und Handschuhe warm und trocken halten.

Die Energie ankurbeln

Positive Gedanken und Gefühle stärken sowohl die Seele als auch den Körper. Doch wie bewahrt man im Alltag Optimismus, wenn die Tage trüb, grau, nass und kalt sind?

  • Ein psychologischer Trick sind Bilder und Erinnerungen: Denken Sie an einen Ort, der Sie glücklich macht - sei es ihr Lieblings-Urlaubsort, ein Park, ein Wald oder See. Falls Sie davon ein Foto haben, schauen Sie es sich an, wenn Ihre Laune im Keller ist. Schwelgen Sie in schönen Erinnerungen und lassen Sie sich von diesem Bild inspirieren. Sie können es sogar als Hintergrundbild auf Ihrem Computer oder Smartphone installieren. Oder denken Sie ganz bewusst an ein besonderes Ereignis oder eine glücklich machende Situation wie zum Beispiel ein rauschendes Fest.  
  • Entspannende Auszeiten: Kuscheln Sie mit einer Tasse Tee auf der Couch, genießen Sie ein warmes Bad mit anregenden ätherischen Ölen oder schauen Sie einen herzigen Film. Diese kleinen Momente können die Stimmung aufhellen und neue Energie verleihen.
  • Die richtige Ernährung, ausreichend Bewegung, frische Luft und genügend Schlaf sind entscheidende Faktoren, nicht nur zur Stärkung Ihrer Abwehrkräfte, sondern auch, um im Winter neue Kraft zu tanken.
     
Jana, Schüsslerverwenderin, ist viel in der freien Natur um ihr Immunsystem zu stärken.

Das Immunsystem
Tipps für eine starke Abwehr

Wechselduschen macht fit

Eine warme Dusche am Morgen ist wohltuend! Ein abschließender kalte Guss belebt zusätzlich den Kreislauf! Es gibt Hinweise darauf, dass tägliche Wechselduschen langfristig zu einer Verringerung von Erkältungskrankheiten führen können und den Krankheitsverlauf mildern. Es ist aber nicht wissenschaftlich belegt, dass kaltes Duschen vor grippalen Infekten schützt.

Sauna: schwitzen und entspannen

Regelmäßige Sauna-Besuche sind einerseits sehr entspannend und können sich andererseits positiv auf die Gesundheit auswirken. Darauf deuten mehrere Studien hin. Zudem wirkt sich das Schwitzen positiv auf die Haut aus. Trotz der gesundheitlichen Vorteile sollte Sie vorab persönliche Risiken mit Ihrem Arzt abklären.

? Generell ist die Sauna nicht für Patienten mit chronischen Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen geeignet.

Junge Frau sitzt in der Sauna

Neue Erkenntnisse aus Finnland zeigen, dass Saunieren das Immunsystem und den Kreislauf stärkt sowie das Risiko von Gefäßerkrankungen wie Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern kann.

Therme: wohlige Wärme im Herbst und Winter

Die ideale Wassertemperatur in einer Therme liegt bei 32 bis 36 Grad Celsius. Durch das warme Thermalwasser entspannt sich die Muskulatur und das Baden sorgt für mentale Entspannung. Es wirkt ausgleichend bei Erschöpfung, Stress und innerer Unruhe.

Frau sitzt in der Sauna und lacht

Balance für Nerven und Psyche
So unterstützen Sie das seelische Gleichgewicht

Eisbaden für Hartgesottene

Eisbaden ist gesund, behaupten diejenigen, die im Winter ins eiskalte Wasser abtauchen. Es gibt Hinweise darauf, dass so die Gefäße gestärkt werden. Beim maximal 5-minütigen Baden im Wasser bei Wassertemperaturen um den Gefrierpunkt verengen sich die Gefäße in der Haut, was die Durchblutung anregt und sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirkt. Zudem setzt der Körper das Stresshormon Adrenalin, Endorphine (Glückshormone) und entzündungshemmendes körpereigenes Kortison frei. Ob Eisbaden tatsächlich der Gesundheit dient, ist jedoch umstritten. Es existieren noch keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass es das Immunsystem stärkt und zu weniger grippalen Infekten führt. Außerdem kann es gefährlich sein und zu einem Kälteschock führen. Vor dem Eisbaden sollte man auf jeden Fall Rücksprache mit einem Arzt halten.

Den Darm gesund halten

Etwa 70 % der Immunzellen des Körpers befinden sich im Darm, der eine entscheidende Rolle bei der Immunabwehr spielt. Um gesund durch den Herbst und Winter kommen, ist es wichtig, den Darm zu unterstützen. Zum Beispiel sollte man vor dem Zubettgehen keine fettreiche und schwerverdauliche Nahrung wie Rohkost zu sich nehmen, da dies den Verdauungstrakt unnötig belastet und damit unser Immunsystem beeinträchtigen kann.

Junge Frau formt mit den Händen ein Herz um den Bauchnabel

Das Glück sitzt im Darm
Die Kraft des Darms positiv nutzen

Sportliche Aktivitäten anpassen

Regelmäßige Bewegung ist auch im Herbst und Winter wichtig, um gesund zu bleiben. Allerdings sollte man bei Minustemperaturen die körperliche Belastung verringen. Um zu verhindern, dass eiskalte Luft eingeatmet wird, kann man Mund und Nase mit einem Tuch bedecken. Dadurch wird die eingeatmete Luft angewärmt und die Atemwege weniger gereizt.

Die Herbstsonne nutzen

Im Herbst werden die Tage kürzer und wir erhalten weniger Sonnenlicht. Doch Sonnenlicht ist wichtig, da es die Bildung von Vitamin D in der Haut ermöglicht. Vitamin D ist unerlässlich für einen gesunden Knochenstoffwechsel und andere Stoffwechselprozesse. Um den Vitamin-Speicher bis zum Frühling aufzufüllen, empfiehlt es sich, die sonnigen Tage im Herbst und Winter zu nutzen.

Freunde beim gemeinsamen Wandern

Wandern ist gesund
Wertvolle Tipps für Ihre nächste Wandertour

Strategien gegen den Winterblues

Kaum ist es hell geworden, wird es auch schon wieder dunkel. Das fehlende Tageslicht schlägt vielen aufs Gemüt, und das hat einen natürlichen Grund. Durch den kürzeren Lichteinfluss schüttet der Körper weniger Serotonin (Glückshormon) aus und produziert stattdessen mehr Melatonin (Schlafhormon). Das führt dazu, dass wir schneller müde werden. Mit folgenden Tipps können Sie den Winterblues in Schach halten.

  • Tageslicht tut dem Körper gut. Selbst an grauen Tagen können wir bei einem Spaziergang natürliches Licht erhaschen, das unser Wohlbefinden fördert.
  • Spezielle Lichttherapielampen und Lichtduschen mit 10.000 Lux ähneln dem Tageslicht und können die Energie steigern sowie die Stimmung aufhellen.
Frau sitzt im Home Office in der Nähe des Fensters

Wer im Büro arbeitet, profitiert von einem Arbeitsplatz in der Nähe des Fensters. So können wir während der Arbeitszeit Tageslicht aufnehmen.

Abstand zu erkälteten Menschen halten

  • Um gesund durch den Herbst und Winter zu kommen und das Ansteckungsrisiko zu minimieren, ist es sinnvoll, erkälteten Personen aus dem Weg zu gehen.
  • Auf Händeschütteln, Umarmungen und Küsschen sollte man verzichten.
  • Bei Menschenansammlungen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Supermarkt kann eine Gesichtsmaske vor einer Infektion schützen.
Frau sitzt mit Kaffee am Laptop

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