Babys mit ersten Zähnchen

Wenn Babys zahnen

Zahnen: Die Symptome erkennen

Ja, es gibt sie, die glücklichen Eltern die den ersten Milchzahn ihres Kindes erst dann bemerken, wenn es ihnen auf die Finger gebissen hat. Dass der erste Zahn ganz ohne Schmerz still und heimlich durchbricht, ist aber eher eine Seltenheit. Im Normalfall wird das Zahnen von mehreren, unterschiedlich stark ausgeprägten Symptomen begleitet, die wir euch hier zusammengefasst haben.

Die ersten Zähne - normalerweise die unteren Schneidezähne – könnt ihr zwischen dem fünften und zehnten Lebensmonat eures Babys erwarten. Aber seid nicht verunsichert, wenn es etwas länger dauert oder die ersten Zähnchen schon im dritten Monat sichtbar sind. Die Gebissentwicklung kann ganz unterschiedlich sein. Ein guter Richtwert ist eure eigene Zahnentwicklung, denn der Zahndurchbruch ist erblich bedingt. Fragt doch mal eure Eltern, wahrscheinlich können sie sich noch gut an eure Zahnungsphase erinnern.

Der Beginn des Zahnens zeigt sich meist durch zunehmenden Speichelfluss. Wenn ihr also deutlich häufiger das Sabberlätzchen wechseln müsst, dauert es nicht mehr lang bis die kleinen Beißer zu sehen sind. Babys, die unter Zahnungsbeschwerden leiden, kauen auf allem herum, was sie in ihre Fingerchen bekommen. Ist nichts greifbar, müssen die Daumen herhalten. Oft sind durch diese Überbelastung des Mundes, auch die Lippen und die Haut um den Mund herum gereizt - mit Mandelöl oder einer fetthaltigen Creme könnt ihr die wunde Haut beruhigen.

Baby zahnt bald

Gewissheit verschafft ihr euch mit einem Blick in den Babymund: Zeigen sich am Gaumen kleine rote Punkte, ist das Zahnfleisch geschwollen oder erkennt ihr hellweiße Wölbungen, ist euer Kind mitten in der Zahnungsphase.

Manche Babys sehen durch das angeschwollene Zahnfleisch auch etwas runder im Gesicht aus und die Wangen sind gerötet. Während der Zahnungsphase sind die Kleinen meist besonders unruhig und weinerlich. Auch schlechter Schlaf und weniger Appetit deuten auf die ersten Zähnchen hin. Der vermehrte Speichelfluss kann auch zu einer verstärkten Magentätigkeit und so schnell zu Verdauungsproblemen führen.

Hat euer Baby über einen längeren Zeitraum Durchfall, solltet ihr einen Kinderarzt aufsuchen. Gleiches gilt für eine erhöhte Temperatur. Zahnen ist ein natürlicher Vorgang und verursacht in den seltensten Fällen Fieber. Allerdings ist der Körper und das Immunsystems eures Babys durch den Zahnungsvorgang geschwächt und es ist anfälliger für Infekte. Beobachtet euer Kind genau: Als Elternteil könnt ihr am besten abschätzen. ob euer Baby jammert, weil es im Kiefer juckt und drückt oder ob es sich eine Krankheit eingefangen hat.

Meist klingen die Zahnungssymptome schon wenige Tage nach dem Durchbrechen des Milchzahns wieder ab. Eine willkommene Verschnaufpause für die ganze Familie. Bis das Milchgebiss mit zwanzig Zähnen vollständig ist, vergehen circa zwei Jahre.

Was hilft während der Zahnungsphase

An sich ist die Zahnentwicklung ein normaler, von der Natur gesteuerter Prozess, der  für eure Kleinen trotzdem manchmal schmerzhaft sein kann. Die Schwellung der Schleimhäute, der Druck auf den Gaumen und letztlich der Durchbruch der spitzen Milchzähnchen durch das Zahnfleisch ist dann für euer Baby sehr belastend. Dass es quengelt, schlechter schläft und auch weniger Appetit verspürt, ist daher ganz natürlich.

Versucht verständnisvoll auf euer quengelndes Kind zu reagieren. Nehmt euer Kleines hoch und beruhigt es. In einer Atmosphäre der Geborgenheit, Fürsorge und Zuwendung zahnt es sich leichter. Auch Ablenkung kann helfen: Unternehmt beispielsweise gemeinsam einen Spaziergang an der frischen Luft oder besucht Oma und Opa. Ein Tipp an dieser Stelle: Außenstehende können ein weinendes Kind manchmal eher zur Ruhe bringen als angespannte und übernächtigte Eltern.

Kinder spüren das Einschießen der Zähnchen schon lange bevor diese sichtbar werden. Wenn euer Baby also seine Fäustchen tief in den Mund steckt, versucht es seine Schmerzen selbst zu lindern. Bietet ihm eine Alternative: Das kann ein gekühlter Beißring, ein nasser Waschlappen oder ein kühler Esslöffel sein. Achtet auf jeden Fall darauf, dass der Beißring keine Weichmacher enthält und lagert ihn nur im Kühlschrank. Im Eisfach wird der „Helfer“ viel zu kalt und kann bei Herumkauen die Mundschleimhaut verkleben und sogar zu Erfrierungen und Verletzungen führen.

Ihr könnt eurem Baby auch eine harte Brotrinde oder ein großes gekühltes Stück geschälte Karotte geben. Achtet dabei aber darauf, dass sich euer Kind nicht an abgebissenen Stückchen verschluckt.

Baby mit Beisring

Auch das Kauen auf einem frischen, gekühlten Bio-Fenchelstängel beruhigt und wirkt noch dazu schmerzstillend. Die enthaltenen ätherischen Öle haben einen angenehmen Geschmack und desinfizieren gleichzeitig mild die Mundhöhle.

Falls euer Kind in der Zahnungsphase stark sabbert, bindet ihm tagsüber eine Weile ein kleines Halstuch aus weichem Baumwollstoff um. Das erspart den ständigen Kleidungswechsel. Die gesteigerte Speichelmenge ist ganz normal und wichtig, damit Keime aus der Mundhöhle rascher ausgeschwemmt werden und das Zahnfleisch so vor einer Entzündung geschützt wird. Damit der viele Speichel die zarte Babyhaut nicht wund werden lässt, cremt die betroffenen Stellen häufiger am Tag mit Bio-Kokosöl oder einer wasserfreien Wind- und Wetter Creme ein.

Da das kindliche Immunsystem während der Zahnungszeit ohnehin belastet ist, solltet ihr starke Temperaturschwankungen vermeiden und ganz besonders darauf achten, dass euer Baby der Jahreszeit angemessen gekleidet ist, damit es sich nicht zusätzlich erkältet.

Tagsüber lassen sich zahnende Kinder oft ablenken, bei Nacht ist das schwieriger. In der Apotheke bekommt ihr homöopathische Mittel für den Akutfall und schmerzlindernde Zahnungsgele, die ihr auf das irritierte Zahnfleisch auftragen könnt. Achtet dabei darauf, dass eure Finger sauber sind oder verwendet spezielle Silikon-Fingerlinge. Die meisten Babys genießen auch Zahnfleischmassagen – probiert es einfach mal aus.

Sobald die ersten Zähnchen da sind, sollten diese mindestens zweimal täglich mit einem Zahnpflegefingerling oder einem weichen Läppchen geputzt werden. Zahnpasta ist in der ersten Zeit noch nicht notwendig.

Die Entwicklung der Milchzähne

Im Durchschnitt lächelt das Kleine im Alter von einem Jahr mit sechs Zähnchen im Mund. Wenn ihr es genau wissen wollt, dann schaut Euch das folgende Bild an.

Baby bekommt Zähne

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Schmerzen beim Durchtritt der ersten Zähnchen kann mit homöopathischen Präparaten entgegengewirkt werden.

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