Dornwarzen erkennen, behandeln und vorbeugen
Macht sich eine verhornte, flache Wölbung an der Fußsohle bemerkbar, die empfindlich auf Druck reagiert, wirft das Fragen auf: Könnte das eine Dornwarze sein? Ist ein Arztbesuch nötig, und wie wird eine Dornwarze eigentlich behandelt? Erfahren Sie hier, wie Sie Dornwarzen erkennen, ihnen vorbeugen, und wie sie behandelt werden können.
Was sind Dornwarzen?
Dornwarzen (Verrucae plantares) sind meist kreisförmige, abgegrenzte flache Verhornungen an den Fußsohlen, Fußballen, an der Ferse oder in den Zwischenräumen der Fußzehen. Diese Warzen liegen zwar vergleichsweise flach auf der Hautoberfläche, können aber dornartig in die Unterhaut hineinwachsen. Beim Gehen können sie teils stark schmerzen. Verursacht werden sie von bestimmten Typen humaner Papillomviren (HPV). Diese Viren sind sehr ansteckend und werden vor allem über Hautkontakt weitergegeben. Kinder und Jugendliche sind häufiger betroffen als Erwachsene. Dornwarzen werden landläufig auch Fußsohlenwarzen oder Stechwarzen genannt und gehören zu den sogenannten Plantarwarzen. Mehrere, dicht beieinander liegende Dornwarzen werden auch Mosaikwarzen genannt.
Ansteckung: Wie bekommt man Dornwarzen?
Die Ansteckung erfolgt durch eine Schmierinfektion mit infizierten Hautschuppen. Zwischen Ansteckung und Ausbruch (Inkubationszeit) können einige Wochen oder Monate vergehen. Über mehrere Infektionsquellen kann man sich mit den Papillomviren anstecken:
- direkter Kontakt mit infizierter Haut
- infizierte Flächen beispielsweise im Schwimmbad, in Saunaeinrichtungen, Turnhallen, Badezimmern
- infizierte Gegenstände wie Badematten, Handtücher, Schuhe, Socken
- durch Berührung (zum Beispiel Kratzen an der Warze). Auf diesem Weg können sich die Viren sowohl am eigenen Körper verteilen und möglicherweise weitere Warzen bilden als auch über Gegenstände andere Personen infizieren
📌 Kleine Verletzungen und Blutungen, zum Beispiel an den Füßen, erhöhen die Ansteckungsgefahr. Auch im Schwimmbad oder in der Sauna ist die Ansteckungsgefahr groß, weil Wasser und Schweiß die Haut aufweichen, was sie anfälliger für Infektionen macht.
Woran erkenne ich eine Dornwarze?
Erkennbar ist eine Dornwarze zunächst durch eine Verhärtung an der Haut – eine flache, meist kreisförmige Verhornung, die gegenüber der gesunden Haut abgegrenzt ist. Typisch für eine Dornwarze sind die winzigen, bräunlichen oder schwarzen Punkte in der Mitte der Verhärtung.
Am häufigsten zeigen sich Dornwarzen an Fußsohle und Ferse, am Fußballen und in den Zwischenräumen der Zehen.
Der Infektionsverlauf
Durch kleinste Verletzungen können Papillomviren in die Haut eindringen. Nach dem Kontakt ist anfangs keine Veränderung zu erkennen. Im Verlauf entsteht die für Dornwarzen typische flache Ver-hornung Die Dornwarze kann sich ausbreiten und wie ein Dorn immer tiefer ins Gewebe eindringen. Sehr schmerzhaft können Dornwarzen an der Fußsohle oder -ballen beim Gehen aufgrund der Druckbelastung werden. Durch die fortschreitende Verhornung wird die Warze immer unansehnlicher und rauer. Die Viren können sich mit der Zeit verbreiten und kleine Tochterwarzen um die Hauptwarze herum bilden.
Nicht verwechseln! Dornwarze und Hühnerauge
Dornwarzen am Fuß werden oft mit Hühneraugen verwechselt. Doch Dornwarzen haben typischerweise einen oder mehrere dunklere Punkte im Zentrum, während Hühneraugen dagegen meist einen glasig erscheinenden Kern in der Mitte der Verdickung aufweisen.
Auch die Ursache ist unterschiedlich. Dornwarzen werden durch Papillomviren verursacht. Hühneraugen entstehen, wenn bestimmte Stellen am Fuß längere Zeit zu stark belastet oder eingeengt wer-den, zum Beispiel durch unkomfortable Schuhe. Die Haut verdickt sich an der überlasteten Stelle. Wird der Druck langfristig weggenommen, verschwinden Hühneraugen meist wieder von alleine.
Ärztliche Diagnose
Ansprechpartner für Betroffene ist der Hautarzt. Er kann mit der Sichtdiagnose eine Dornwarze erkennen. In unklaren Fällen kann eine Gewebeprobe entnommen werden, um den Erreger nachzuweisen.
Dornwarzen entfernen
Es gibt mehrere Behandlungsmöglichkeiten:
- Der Hautarzt kann die Dornwarzen mit flüssigem Stickstoff vereisen.
- Ein weitere Therapie ist die Behandlung mit Salizylsäure. Anschließend kann der Dermatologe die aufgeweichte Verhornung vorsichtig abtragen.
- Die Dornwarze wird operativ entfernt, gegebenenfalls mittels Laser.
- Zur Selbstbehandlung gibt es in Apotheken spezielle Warzenpflaster, Tinkturen und Lösungen zur äußerlichen Anwendung, die beispielsweise Salizylsäure enthalten. Dieser Wirkstoff weicht die verhornte Haut auf, die dann nach und nach behutsam abgetragen werden muss. Das Fachpersonal einer Apotheke informiert darüber, wie diese Präparate korrekt angewendet werden.
📌 Die Behandlung von Dornwarzen kann langwierig sein und erfordert Geduld. Solange die Viren noch vorhanden sind, können auch erneut Dornwarzen entstehen. Insbesondere bei Personen mit geschwächtem Immunsystem können sie sehr hartnäckig sein. Da Dornwarzen tief hineinwachsen können, ist es ratsam mit dem Dermatologen zu besprechen, welche Behandlungsoption sich im individuellen Fall am besten eignet.
Unterstützung aus der Homöopathie
Homöopathie kann den Körper in seinem natürlichen Heilungsprozess begleiten und positive Impulse setzen. Die Wahl des Homöopathikums richtet sich nach den individuellen Beschwerden und der persönlichen Situation der Betroffenen. Fragen Sie dazu einen Apotheker, homöopathisch ausgebildeten Arzt oder Heilpraktiker, damit Sie das für Ihr Beschwerdebild passende Homöopathikum erhalten.
📌 Da Dornwarzen hochansteckend sind, sollten Betroffene nicht an den Stellen kratzen oder gar aufschneiden, denn so können sich die auslösenden Viren weiter verbreiten. Zudem besteht Verletzungsgefahr. Nach dem Berühren der Dornwarze, zum Beispiel bei der Selbstbehandlung, sollten die Hände anschließend gründlich gewaschen werden.
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Dornwarzen vorbeugen – praktische Alltags-Tipps
- Nach dem Waschen, Duschen oder Baden die Füße und die Zehenzwischenräume gründlich trocknen, damit kein feuchtwarmes Klima entsteht
- Gegenstände wie Handtücher und Schuhe nicht mit anderen teilen
- Badeschuhe in Schwimmbädern, Saunaeinrichtungen, Umkleidekabinen, im Hotel etc. tragen
- Nicht barfuß laufen, zum Beispiel in fremden Wohnungen
- Schweißbildung in den Schuhen vermeiden
- Handtücher und Socken bei mindestens 60 Grad waschen